Echter Ökostrom

Echter Ökostrom sollte aus regenerativen Quellen gewonnen werden, doch in der Praxis ist die Unterscheidung schwierig. Da Ökologie ein Megatrend ist, setzen Stromanbieter auf die Auszeichnung mindestens einiger Tarife als "Ökostrom", was einen Zertifikatehandel in Schwung gebracht hat. Hierbei verkaufen vorrangig skandinavische Wasserkraftwerke Zertifikate für ihren (tatsächlichen) Ökostrom an andere Betreiber - darunter viele Atom- und Kohlekraftwerke.

Echte Ökostromanbieter

Einige Anbieter haben sich von Anfang an auf Ökostrom spezialisiert, beziehen Strom tatsächlich nur aus regenerativen Quellen und haben sich gewisse Selbstverpflichtungen auferlegt, beispielsweise einen Teil ihrer Gewinne in Anlagen zur Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien zu reinvestieren - also neue Windkraft- und Fotovoltaikanlagen, Biomasse- und Wasserkraftwerke oder Solar- und geothermische Anlagen zu bauen. Das wird als "echter" Ökostrom betrachtet.

Zu diesen Anbietern zählen EWS (Elektrizitätswerke Schönau), Greenpeace Energy, die Naturstrom AG und Lichtblick. Das sind bundesweit tätige und gleichzeitig unabhängige Anbieter, es gibt auch einige Regionalanbieter mit der gleichen Philosophie. Andere Anbieter sind zwar ökologisch wie zum Beispiel NaturEnergie, aber konzernabhängig (dieser Anbieter gehört zu 77 Prozent EnBW).