Windenergie

Windenergie in Deutschland Die Windenergie zählt wie auch Sonnenenergie und Wasserkraft zu den erneuerbaren Energien. Sie steht somit wie auch die Sonne und im Gegensatz zu fossilen Energieträgern wie Erdöl oder Kohle auch in Zukunft zur Verfügung.



Voraussetzung für Windenergie

Um mit Wind auch tatsächlich Energie erzeugen zu können ist es essentiell, die Windkraftanlagen auf Territorien zu installieren, an denen hohe Windgeschwindigkeiten herrschen. Andernfalls würde der Ertrag mit der erzeugten Energie nicht in Einklang stehen. Werden mehrere Windkrafträder in wenigen Metern Abstand voneinander aufgebaut, so spricht man von einem Windpark. Solche Windparks müssen jedoch nicht zwangsläufig auf dem Festland aufgestellt werden. So wurden bereits mehrer Windparks an der Nordseeküste, andere dagegen sogar auf hoher See errichtet (sogenannte Offshore-Anlagen). Da sich der Wind über dem Meer keinen Widerständen ausgesetzt sieht, werden hier teils große Windgeschwindigkeiten erreicht.

Funktionsweise

Die Rotorblätter der Windkraftanlage drehen sich je nach Windgeschwindigkeit mit unterschiedlichem Tempo und erzeugen hierbei eine Rotationsenergie. Mit Hilfe eines Generators, welcher an den Rotorblättern angeschlossen ist, wird durch Umwandlung der Rotationsenergie schlussendlich elektrische Energie gewonnen. Diese wird in das Stromnetz einespeist und steht den Haushalten zur Verfügung. Weist eine Windkraftanlage beispielsweise eine Nennleistung von 800 kW auf, so ist dies so zu verstehen, dass diese Anlage pro Stunde 800 Kilowattstunden an Energie produziert. Im Durchschnitt könnte somit eine Windkraftanlage nach etwa vier Stunden den Jahresbedarf eines 2-Personen Haushaltes decken

Windenergie - interessante Fakten

Die Zahl an Windkraftanlagen ist über die letzten Jahre stark gestiegen. Dieser Trend wird sich aufgrund des etappenweise geplanten Atomausstiegs wohl noch weiter verstärken. So sind heute weit mehr als 10.000 Windkraftanlagen in Deutschland aktiv, wodurch auch die Gesamtleistung gestiegen ist. Die meisten hiervon erreichen Leistungen von mindestens 400 kW. Die Windkraft gilt als die größte regenerative Energiequelle der Bundesrepublik Deutschland. Die Windräder speißen im Vergleich zu Solaranlagen deutlich mehr Strom ein. Und trotzdem sind die Solaranlagen für annähernd 50% der gesamten Ökostromkosten verantwortlich. Modernste Windkraftanlagen in erstklassigen Lagen produzieren eine Kilowattstunde für einen Preis von lediglich 5 Cent. Selbst hocheffiziente Solarmodule erzeugen die selbe Menge zu einem etwa viermal so hohen Preis. Aufgrund der Knappheit geeigneter Landflächen, sollen die Windräder vermehrt mitten im Meer ihren Platz einnehmen. Dies verteuert jedoch die Kosten pro Kilowattstunde, da hierfür zunächst die nötige Infrastruktur geschaffen werden muss und auch der Bau der Windräder kostspieliger werden würde. Aktuell ist Deuschland nach China und die USA der drittgrößte Erzeuger von Windstrom. Gut 20.000 Megawatt werden in Deutschland mit Hilfe der Windenergie erzeugt. Um den Ausbau dieser Technologie zu forcieren, stellt die Bundesregierung entsprechende Fördergelder bereit. So erhalten Betreiber von Windkraftanlagen gemäß Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) feste Vergütungen für ihren eingespeisten Strom.

Windenergie bietet somit viele Vorteile: Sie ist zukunftssicher, im Vergleich zur Solarenergie günstig, effizienter als hochwertige Solarmodule, stellt die größte Energiequelle in Deutschland dar und wird schließlich auch gefördert.