Grüner Strom

Grüner Strom - was ist Grüner Strom?

Als Grüner Strom wird der Ökostrom bezeichnet, der aus regenerativen Energiequellen wie Wind, Sonne, Wasser und Biogas gewonnen wird. Im Gegensatz zu den fossilen Brennstoffen wie Erdöl und Kohle, stehen diese erneuerbaren Energien auch in Zukunft unbegrenzt zur Verfügung. Wünscht der Kunde den Einsatz von Ökostrom, so muss er nach einem Gütesiegel beispielsweise der TÜV-Nord, -Süd Ausschau halten. Denn viele Anbieter verkaufen ihren Strom als Ökostrom, obwohl dieser nur einen minimalen Anteil an erneuerbaren Energien aufweist. Im Folgenden wird aufgezeigt, woraus Grüner Strom generiert wird. Anlässlich des beschlossenen Atomausstiegs ist die Erzeugung des Grünen Stroms zu forcieren.

Windenergie

Diese wird mit Hilfe von Windrädern gewonnen. Bei starkem Wind erzeugen die einzelnen Rotorblätter eine Rotationsenergie, die anhand eines Generators zu elektrischer Energie umgewandelt wird. Diese Windräder werden auch auf offener See installiert, wo diese aufgrund der hohen Windgeschwindigkeiten besonders effektiv arbeiten können. Wind ist die größte regenerative Energiequelle in der Bunderepublik Deutschland. Vor allem im Norden der Republik sind des Öfteren große Windparkanlagen zu sehen. Da Forschung und Entwicklung derartiger Anlagen sehr kostspielig ist, werden für Betreiber von Windkraftanlagen Fördergelder zur Verfügung gestellt.

Sonnenenergie

Dies ist unter den privaten Haushalten die beliebteste regenerative Energiequelle. Die Installationskosten für die Anlagen sind zwar oft nicht gerade erschwinglich, doch sind die Betriebskosten sehr überschaubar. Wird mittels einer Photovoltaikanlage der erzeugte Strom in das öffentliche Netz eingespeist, erhält der Inhaber der Anlage sogar staatliche Fördergelder. Diese wurden in den letzten Jahren zwar gekürzt, allerdings sind die Kosten der Solarmodule sukzessive zurüchgegangen. Die Wärme die sich auf den Solarmodulen sammelt wird gespeichert und dient schließlich der Erzeugung von Strom oder der Erwärmung von Wasser (Warmwasseraufbereitung). Um die Sonne optimal nutzen zu können, spielt der Neigungswinkel der einzelnen Kollektoren eine große Rolle.

Wasserkraft

Um hieraus nutzbare Energie zu erhalten, ist ein Wasserkraftwerk nötig. Dieses Kraftwerk transformiert die kinetische Energie des Wassers in haushaltsübliche elektrische Energie. Dabei wird das Wasser zunächst gestaut. Anschließend wird die Kraft des abfließenden Wassers von Wasserrädern aufgenommen und anhand eines Generators in elektrische Energie umgewandelt. Heutzutage gibt es unterschiedliche Kraftwerke die sich die Wasserkraft zu Nutze machen. Ein Gezeitenkraftwerk nutzt den permanenten Wechsel von Flut und Ebbe. Ein Laufwasserkraftwerk nutzt die Kraft, die aus einem gestauten Fluss resultiert. Dagegen nutzt ein Meereströmungskraftwerk die gewaltigen Wassermassen des Meeres.

Biogas

Bei dieser Energieform werden häusliche Abfälle sowie Stroh, Holz, Gülle etc. von einer Biogasanlage umgewandelt. Bakterien sorgen in dem geschlossenen Behälter für eine Vergärung des Inhalts. Hierdurch entsteht in einem Gärbehälter ein Gas (Methan), der anhand eines Dampfkessels oder Elektromotors verbrannt wird. Das überflüssige Substrat wird in einem Schlammbehälter gesammelt. Nachdem das Gas entschwefelt wurde, kann es anhand einer Generators zu Strom umgewandelt werden.

Grüner Strom ist stetig erneuerbar, umweltschonend und punktet durch niedrige Betriebskosten. Zudem stehen die Energiequellen unbegrenzt zur Verfügung. Beim Hausbau profitiert der Bauherr, sofern dieser auf erneuerbaren Energien setzt, von attraktiven KfW-Kreditprogrammen nebst staatlicher Zuschüsse.